Bewes
Über mich
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Bernd Wessel
11.06.1963
Wohnort: Dortmund
Geburtstag: 11.06.1963
Größe: 186 cm
Gewicht: 84000g (+/- 3000g je nach Jahreszeit und
Trainingsphase)
Hobbies: Triathlon, Marathon, Sport im Allgemeinen,
Computer, Internet (Homepage pflegen)
Sportliche Entwicklung:
2001 - 2004: Radtouren und RTF bis 110 Km
2004 - 2008: Geführte Bergtouren mit dem Rennrad
während der Tour de France in den Savoyer Alpen.
Erster 10 km-Lauf: 20.08.2006 Kemnader Burglauf
Erster Volkstriathlon: 13.05.2007 Triathlon in Iserlohn
(500m - 20km - 5km)
Erster Halbmarathon: 24.02.2008 Winterlaufserie Hamm
Erster Marathon: 21.03.2009 Steinfurt Marathon
Erster längerer Triathlon: 01.08.2010 Sassenberg Triathlon
Münsterland Grand Prix
(1,7Km - 69Km - 14,6Km)
Erster Ironman: 07.08.2011 Glücksburg
OstseeMan (Langdistanz)
(3,8Km - 180Km - 42,195Km)
Hier möchte ich Euch erklären wie ich dazu kam mich etwas sportlicher zu bewegen. Vielleicht gibt sich mancher Leser einen Ruck und lässt sich zum Sport inspirieren. Also, ich war in meiner Jugend recht sportlich und hatte, außer Ballet, Springreiten und Synchronschwimmen, eigentlich keine Sportart die mir so gar nicht lag. Meine Leidenschaft war aber immer Fußball spielen und alles was mit Schnellkraft zu tun hatte. Sprinten war klasse aber Ausdauerdisziplinen waren nicht meine Sache. Ich brauchte eigentlich immer Mitstreiter oder den Wettkampf , das brachte mir Spaß. Mit der ersten Mofa und später dem Auto wurde der Sport weniger. Beruflich war ich eingespannt und ich gründete eine Familie. Sporadisch fuhr ich manchmal Rad oder spielte auch mal Fußball was aber immer tagelangen Muskelkater zur Folge hatte.
Irgendwann passierte aber nichts mehr und der dürre sportliche Hering nahm stattliche Formen an. 1994 rissen bei einem gewagten Sprung über eine Hecke alle Bänder im rechten Sprunggelenk und die eigentlich vorhandenen Bewegungsmöglichkeiten wurden für eine Weile eingeschränkt, egal ich nutzte sie eh nicht. 1996 beschloss ich und das war eine sehr gute Entscheidung, das Rauchen aufzugeben. Es fiel mir schwer aber es hat funktioniert. Leider konnte man jede nicht gerauchte Fluppe an meinen Hüften sehen denn ich hatte immer Hunger.....und den stillte ich. Im September 1998 stellte man nach permanenten Schmerzen im rechten Knie einen Riss des vorderen Kreuzbandes fest. Ich war restlos bedient denn nun wurde mir die Möglichkeit genommen mich sportlich zu bewegen, ob ich es tat oder nicht. Es war bisher immer meine Entscheidung und wenn ich mal kicken wollte dann tat ich es, nun ging das nicht mehr. Ich entschied mich für die Operationsmethode das Kreuzband durch körpereigenes Material (Semitendinosussehne) im Verbund mit einem Polyethylenterephalat ersetzen zu lassen. Der Nachteil bestand in der langen Heilungszeit von neun Monaten. Das Bein wurde durch eine Orthese stabilisiert und ich hatte Pause. Als alles wieder verheilt war und ich mich einigermaßen bewegen konnte traute ich meinem Bein nichts mehr zu. Sportliche Betätigungen fanden also nur bedingt statt....................eigentlich wie vorher auch. Anfang Mai 2001 fuhr ich dann mit ein paar Kollegen in einen Freizeitpark nach Holland um ein langes Wochenende ordentlich zu feiern. Als ich nach hause kam stellten sich mächtige Kreislaufprobleme ein und mir wurde erstmals bewusst wie schlecht es um meinen Fitnesszustand bestellt war. Ich möchte auch nicht unerwähnt lassen, dass ich mittlerweile 107 Kilo auf die Waage brachte.
Bewes mit und ohne Speckmantel.
Von diesen Umständen geleitet landete ich, Mitte Mai 2001, in unserem Fahrradkeller. Ich schnappte mir das Mountainbike meiner Tochter und nahm mir vor zu einem ca. 12 Km entfernten Freizeitpark (Gysenbergpark) zu radeln. Unterwegs wurde ich noch von einem sehr erstaunten Kumpel angehalten der sich mir dann anschloss. Glücklich angekommen tranken wir in einem Biergarten jeder drei große Alster und fuhren zurück. Es hört sich merkwürdig an aber das war der Anfang meines Hobbysportler Lebens. Ich kaufte mir ein Trekkingrad und aus den ersten 25 Kilometern wurden bald schon 70 und über 100. Nach einem Jahr wurde dann ein Rennrad fällig. Alles änderte sich mit der Zeit, ich hatte Kondition, mein Gewicht pendelte sich bei 83 Kilo ein, mein Ruhepuls ging rapide in den Keller, selbst meine Blutwerte besserten sich. Ich gönnte mir dann 2004 die erste Reise nach Frankreich zur Tour de France und konnte dort , mir seit der Kindheit bekannte Berge wie den Col de la Madeleine und den Col d`Ornon hinauf klettern. Mittlerweile schwimme und laufe ich auch regelmäßig und obwohl orthopädisch bedenklich komme ich einigermaßen klar damit.
Da ich immer wieder neue Herausforderungen suche habe ich auch schon an einigen Jedermann Triathlon Veranstaltungen teilgenommen. Nur darum fing in mit dem Lauftraining an, ich wollte unbedingt 5 Km am Stück laufen und ein Tirathlet werden. Anfang 2008 habe ich das Laufen dann intensiviert und daher viele Veranstaltungen aktiv miterlebt, was mir übrigens immer noch richtig Spaß macht. Dabei war es anfangs mein Ziel immer schneller zu werden, erst später wurden die Strecken länger. Gegen Ende des Jahres 2008 formte sich der Gedanke irgendwann einmal einen Marathon zu laufen und das setzte ich dann erstmals im März 2009 in die Tat um. Es folgten drei weitere Marathonläufe bis ich im August 2010 einen "beinahe" Mitteldistanz-Triathlon absolvierte. Danach sollte dann meine bisher größte, sportliche Herausforderung folgen, ein Landistanz Triathlon (Ironman). Diesen finishte ich kürzlich in Glücksburg an der Ostsee. Bei keinem anderen Langdistanz - Triathlon in Deutschland wird im offenen Meer geschwommen, der musste es sein. Ich bin jetzt 48 Jahre alt und hoffe ich kann noch viele Jahre sportliche Erfahrungen sammeln und meine Leistungsgrenzen, wie bisher, immer wieder verschieben. Ein Leben ohne regelmäßig Sport zu treiben ist für mich unvorstellbar geworden.
Es würde mich sehr freuen wenn diese, meine Geschichte, manchen Leser dazu bringt sein verstaubtes Rad aus dem Keller zu holen.
Emil Zatopek sagte einmal:" Hier ist der Start, dort ist das Ziel. Dazwischen musst Du laufen "
Das ist natürlich richtig aber ich denke, der erste Schritt in Richtung Start ist der Wichtigste!
